Programm & Anfahrt

Vom 8. bis 10. Mai 2026 kommen wir in Ebers­walde zusammen, um einen Raum für Vernet­zung, studen­ti­sche Parti­zi­pa­tion und neue Impulse für demokra­ti­sche Hochschul­struk­turen zu schaffen. Egal ob „Gremien-Neuling“ oder „HoPo-Profi“ – die Konfe­renz ist für alle da. Wir wollen uns gegen­seitig motivieren und gemeinsam Lösungen für aktuelle Probleme finden.

Agenda

Freitag, 8.5.

ab 15:00Ankunft / Check-in
16:00–18:15Begrü­ßung & Willkom­mens-Keynote
18:15–19:30Abend­essen
19:30–21:30Filmvor­füh­rung und Diskus­sion
ab 21:30Ausklang

Samstag, 9.5.

08:15–09:00Frühstück
09:00–09:30Kick-off Samstag
09:30–12:00Workshop
Wie errei­chen wir Studie­rende?
Workshop
Gewerk­schaft­liche Organi­sie­rung an Hochschulen: TVStud, TVPrakt und andere Kämpfe
Raum für Vernet­zung
12:15–13:15Mittag­essen
13:15–14:45Vortrag und Diskus­sion
How to (Fachschafts-) Finanzen – Von der Mittel­ver­gabe bis zum Jahres­ab­schluss
Diskus­si­ons­runde Vortrag
The Inter­na­tional Student Dilema – Desire for Inclu­sion and The Barriers Within 
14:45–15:00Pause
15:00–16:30Workshop
Utopien­werk­statt für studen­ti­sche Parti­zi­pa­tion
Workshop
Integra­tion inter­na­tio­naler Studie­render in die Studie­ren­den­schaften
16:30–16:45PausePause
16:45–18:15Diskus­si­ons­runde
AG StuParti –Studie­rend­par­ti­zi­pa­tion fördern an einer Techni­schen Hochschule
Raum für Vernet­zung
18:15–19:30Abend­essen
19:30–20:00Gemein­sames Tages­fi­nale
ab 20:00Offener Austausch

Sonntag, 10.5.

08:15–09:00Frühstück
09:00–09:15Kick-off Sonntag
09:15–10:45Vortrag und Diskus­si­ons­runde
Wissen bewahren: Strate­gien für das Wissens­ma­nage­ment in studen­ti­schen Vertre­tungen
10:45–11:45Vortrag und Diskus­si­ons­runde
Projekt­vor­stel­lung: topos
Projekt­vor­stel­lung: netzwerk n
11:45–12:15Gemein­sames Ende
12:15–13:15Mittag­essen
13:15–14:00Offene Antrags­werk­statt
Planung der nächsten Gremi­en­kon­fe­renz

Programmpunkte

Workshop Wie erreichen wir Studierende?

Niko Ripka (Fachhoch­schule Potsdam)

Der Workshop beschäf­tigt sich mit wirksamer Öffent­lich­keits­ar­beit in der studen­ti­schen Selbst­ver­wal­tung. Dazu gehören sowohl Infor­ma­tionen zum Tages­ge­schäft – aktuelle Themen, Veran­stal­tungen und Beratungs­an­ge­bote – als auch die Mobili­sie­rung für Aktionen wie Kundge­bungen, Vollver­samm­lungen oder Petitionen. Als Querschnitts­thema wird zudem die Kommu­ni­ka­tion rund um Wahlen betrachtet: Gremien erklären, Kandidat*innen gewinnen und zum Wählen motivieren.

Gemeinsam werden medien­über­grei­fende Formate im digitalen, physi­schen und persön­li­chen Raum gesam­melt und nach Aufwand sowie erwar­teter Wirkung sortiert. Durch den Austausch von Erfah­rungen aus verschie­denen Hochschulen entstehen so neue Perspek­tiven und Impulse für die eigene Arbeit. Ziel ist ein vielsei­tiger Maßnah­men­ka­talog, der Studie­ren­den­ver­tre­tungen konkrete Ansätze an die Hand gibt.

Workshop Gewerkschaftliche Organisierung an Hochschulen: TVStud, TVPrakt und andere Kämpfe

EJ Sudau, Tobias Pilz (Univer­sität Potsdam)

Neben den allseits bekannten Gremien studen­ti­scher Inter­es­sen­ver­tre­tung existieren mit den gewerk­schaft­li­chen Struk­turen weitere Aktive, die sich für die Inter­essen der Studie­renden einsetzen. Am Promi­nen­testen war dabei sicher­lich die TVStud-Kampagne, die sich für die Inter­essen der studen­ti­schen Beschäf­tigten, immerhin über 300.000 Kommiliton:innen bundes­weit, einsetzt. Auch viele andere Themen der Studie­renden werden von GEW und ver.di aufge­griffen.

Wir wollen einen Blick auf gewerk­schaft­liche Struk­turen werfen, die uns in unseren politi­schen Kämpfen zur Seite stehen können.

Vortrag und Diskussion How to (Fachschafts-)Finanzen: Von der Mittelvergabe bis zum Jahresabschluss

Hendrik Bruhn (Univer­sität Potsdam)

Ihr wollt eine Veran­stal­tung planen, eine Koope­ra­tion eingehen oder Projekte von Studie­renden fördern? — häufig ist das eine Frage des Geldes. Nicht zuletzt dienen solche Vorhaben dazu, Aufgaben sowie Zwecke eurer Insti­tu­tionen adäquat wahrzu­nehmen und damit einen guten Mehrwert für eure Mitglieder zu schaffen.

Gleich­zeitig übernehmen nur wenige Menschen Verant­wor­tung im Finanz­be­reich, auch aufgrund der hohen Verant­wor­tung, die mit dieser Aufgabe einher­geht. Ist die Arbeit mit Finanzen wirklich so kompli­ziert? Ich würde sagen: nicht unbedingt.

In diesem Vortrag will ich euch gern einen Überblick über Finanzen inner­halb studen­ti­scher Organi­sa­tionen geben und zeigen, dass die Arbeit mit Finanzen auch Spaß bereiten kann. Wir schauen darauf, wie Finanz­pro­zesse aufge­baut sind, warum eine ausführ­liche Planung wichtig ist, woher Mittel kommen und wofür sie einge­setzt werden können. Außerdem soll auch die Dokumen­ta­tion und Kontrolle von Finanzen thema­ti­siert werden.

Im Anschluss möchte ich mit euch disku­tieren, wie diese oft unsicht­bare Arbeit mehr Wertschät­zung bekommen kann, warum sich die Beschäf­ti­gung mit Finanzen wirklich lohnt und wie wir mit finan­zi­eller Verant­wor­tung umgehen sollten.

Diskussionsrunde HoPo in der Krise – machen Studierendenparlamente überhaupt noch Sinn und was können wir ändern?

Kathe­rina Kraft (Univer­sität Potsdam)

Die Hopo der Uni Potsdam hat in den letzten Jahren eine schreck­liche Zeit durch­lebt. Durch neoli­be­rale und rechte Akteur*innen wurden wichtige Prinzi­pien der studen­ti­schen Selbst­ver­wal­tung unter­graben. Der AStA feuerte bei uns alle Mitar­bei­tenden, biedert(e) sich dem Präsi­denten an und agiert wie ein Dienst­leister, statt einer Inter­es­sen­ver­tre­tung. Das StuPa der Uni Potsdam kann sich kaum als demokra­ti­sche Reprä­sen­tanz verstehen bei den niedrigen Wahlbe­tei­li­gungen. Studis inter­es­sieren sich nicht für die HoPo, sind entfremdet von der Idee und überfor­dert von der Bürokratie. Das alles ist auch spiegel­bild­lich für die aktuellen gesell­schaft­li­chen Entwick­lungen, die mehr und mehr Richtung Autori­ta­rismus und Unmün­dig­keit laufen. Wir wollen uns darüber austau­schen — denn alle HoPos funktio­nieren etwas anders und können von einander lernen.

Vortrag The international student dilemma – Desire For Inclusion and The Barriers Within

Santiago Solís Gatgens (Techni­sche Hochschule Wildau)

This inter­ac­tive lecture will focus on the duality that inter­na­tional students face in univer­sity life, where on one hand univer­si­ties go through great lengths to attract foreign students but then struggle to include them properly. We will touch on the main barriers that still separate german and non-german students such as: language, culture and educa­tion; and how these must be addressed by both univer­sity adminis­tra­tions and student govern­ments.

Workshop Integration internationaler Studierender in die Studierendenschaften

Johannes Glembek (Bundes­ver­band auslän­di­scher Studie­render)

Der Workshop soll erarbeiten, wie (englisch­spra­chige) inter­na­tio­nale Studie­rende in die Gremien und Struk­turen der (verfassten) Studie­ren­den­schaften einbe­zogen werden können und (nicht nur) Referate für inter­na­tio­nale Studie­rende besetzen, sondern auch in Fachschaften, als studen­ti­schen Senator*innen, als AStA-Vorsitzende*r oder StuRa-Geschäftsführer*in aktiv sind.

Welche Struk­turen und Bedin­gungen müssen hier geschaffen werden? Wie können kultu­relle und politi­sche sowie recht­liche Heraus­for­de­rungen überwunden werden? Was müssen (verfasste) Studie­ren­den­schaften in ihrer Arbeit ändern? Von der Erstsemster*innen-Arbeit bis zur Mobili­sie­rung für die Mitar­beit in den Gremien der akade­mi­schen und studen­ti­schen Selbst­ver­wal­tung sollen verschie­dene Aspekte der Inter­na­tio­na­li­sie­rung der Studie­ren­den­schaften behan­delt werden.

Workshop Utopienwerkstatt für studentische Partizipation

Daryoush Danaii (Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissen­schafts­for­schung)

Im Workshop wird in die struk­tu­rellen Unter­schiede der studen­ti­schen Selbst­ver­wal­tung in Deutsch­land einge­führt und ein Blick über den Teller­rand gewagt. Die Form der Studie­ren­den­par­ti­zi­pa­tion weicht aufgrund der Landes­hoch­schul­ge­setze (LHGs) und des Selbst­ver­ständ­nisses von Studierenden(vertretungen) ab. Daher wurden die LHGs und spezi­fi­sche Verein­ba­rungen der Länder zur Stärkung studen­ti­scher Betei­li­gung im Projekt Parti­zi­pa­tion und Studie­ren­den­g­en­ga­ge­ment in der Hochschule (PuSH) des DZHWs syste­ma­tisch ausge­wertet. Der Blick über den Teller­rand wird im Workshops über die deutsche Grenze hinaus­gehen. Mit Daten der Europäi­schen Studie­ren­den­ver­tre­tung (ESU) erarbeiten die Teilneh­menden neue Ideen zur Organi­sa­tion studen­ti­scher Inter­es­sens­ver­tre­tung in Deutsch­land.

Diskussionsrunde AG StuParti – Studierendenpartizipation fördern an einer technischen Hochschule

Katha­rina Peix, Dustin Uhlich (Techni­sche Hochschule Wildau)

Die AG befindet sich in der Gründungs­phase an der TH Wildau und möchte das Campus­leben künftig leben­diger, offener und einla­dender gestalten. Geplant ist, Aufent­halts­be­reiche attrak­tiver zu machen, niedrig­schwel­lige Begeg­nungs­for­mate zu schaffen und Studie­rende aktiv in Projekte und Veran­stal­tungen einzu­be­ziehen, um Austausch, Vernet­zung und Eigen­in­itia­tive zu stärken.

In einer Diskus­si­ons­runde werden Ideen, Bedarfe und Erfah­rungen gesam­melt, wie Campus­at­mo­sphäre, Begeg­nung und Mitge­stal­tung konkret geför­dert werden können. Coffee Corners oder offene Stamm­ti­sche dienen als Inspi­ra­tion für umsetz­bare Ansätze im Campu­s­alltag.

Best-Practice-Beispiele sollen im Austausch gesam­melt werden.

Vortrag und Diskussionsrunde Wissen bewahren: Strategien für das Wissensmanagement in studentischen Vertretungen

Patryk Gadzi­omski (Techni­sche Hochschule Wildau)

Der Input behan­delt Strate­gien zum Wissens­ma­nage­ment in studen­ti­schen Vertre­tungen. Im Fokus steht die syste­ma­ti­sche Dokumen­ta­tion von Aufgaben und Prozessen, um den Wissens­transfer an neue Referate sicher­zu­stellen. Es werden Methoden zur Verwal­tung von Zustän­dig­keiten und zur Struk­tu­rie­rung von Überga­be­pro­zessen vorge­stellt. Ziel der Diskus­si­ons­runde ist die Erarbei­tung von Ansätzen, wie insti­tu­tio­nelles Wissen unabhängig von perso­nellen Wechseln erhalten und die Zusam­men­ar­beit inner­halb der Gremien nachhaltig verbes­sert werden kann.

Vortrag und Diskussionsrunde Projektvorstellung: topos

Nicolai Bach, Yan Heine­mann, Niko Ripka (Fachhoch­schule Potsdam)

topos ist eine Open-Source-Software zur struk­tu­rierten Erfas­sung von Sitzungs­pro­to­kollen. Primär richtet sich die Software an Gremien der studen­ti­schen Selbst­ver­wal­tung, soll aber auch in anderen Kontexten angewendet werden können. In diesem kurzen Vortrag stellen wir das Konzept des Projekts sowie den aktuellen Entwick­lungs­stand vor und möchten poten­zi­elle zukünf­tige Koope­ra­tionen ausloten.

Teilnahme

  • Teilnehmen können alle Studie­rende, die in einer deutschen Hochschule immatri­ku­liert sind.*
  • Die Teilnah­me­ge­bühr beträgt 15€/Person.
  • Verpfle­gung und Übernach­tungen sind inklu­sive.
  • Die Anmel­dung ist für alle drei Tage (Freitag, Samstag und Sonntag) verbind­lich.

* Falls du nicht immatri­ku­liert bist, aber teilnehmen möchtest, melde dich bitte per Mail an , damit wir gemeinsam eine indivi­du­elle Lösung finden können.

Tagungsort

Die Konfe­renz findet im Seezeit-Resort am Werbel­linsee statt. Das Seezeit-Resort liegt im Nordosten Branden­burgs, etwa 60 Kilometer von Berlin entfernt.

Die Unter­künfte bieten Platz für bis zu 84 Personen in 4- bis 6‑Bettzimmern. Jedes Quartier verfügt über 2 Etagen mit Gemein­schafts­räumen und großen Balkon­flä­chen. Drei Quartiere sind teilweise barrie­rearm.

Seezeit-Resort
Joachims­thaler Str. 20
16247 Joachims­thal

www.seezeit-resort.de

Förderung & Organisation

Das Projekt wird vom Bundes­mi­nis­te­rium für Forschung, Techno­logie und Raumfahrt geför­dert.

Organi­siert und durch­ge­führt wird er vom AStA der Hochschule für nachhal­tige Entwick­lung Ebers­walde sowie vom AStA der Fachhoch­schule Potsdam.

Bei Fragen könnt ihr uns unter folgender E‑Mail-Adresse errei­chen: